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Verfasst vor 2 Jahren
Antoine Monot, Jr., Montag den, 30. Juni 2008

Kolumne: Deutschland gegen Spanien, oder das EM-Finale

Naja … wir sind Papst.

Verfasst vor 2 Jahren
Antoine Monot, Jr., Mittwoch den, 21. Mai 2008

Kolumne: Wie war dein Tag heute, Schatz

Die klassische Fragestellung. Wie war dein Tag heute, Schatz? Wenn in einer Beziehung der Ehemann auf Durchzug stellt und das über sich ergehen lässt, ist alles schon schön eingespielt. »Wie war dein Tag denn heute?« habe ich aber, ganz unschuldig, meiner besten Freundin gestellt. Einfach so. Fragen Sie beste Freundinnen nie, wie der heutige Tag war. Auf jeden Fall nicht, wenn sie nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Mütter sind. Als kinderloser Single überlegt man sich das alles sonst noch mal. So sah die Antwort aus:

»Den Keller weiter aufgeräumt, da am Wochenende Paulas Möbel abgeholt werden. Wir haben um Ostern den kompletten Umbau der Kinderzimmer von Lara und Lea vorgenommen – und jetzt ist Paula dran. Lara hat ein rosa Zimmer, Lea ein terrafarbenes Zimmer und Paula möchte nun ein lindgrünes Zimmer – gut, dass ich nur drei Kinder habe.

Verfasst vor 2 Jahren
Antoine Monot, Jr., Sonntag den, 4. Mai 2008

Kolumne: Meine Zukunft ist Gegenwart

Es war wohl 1985 und ich zehn Jahre alt. Ich lag auf der Kuhwiese, hatte einen Grashalm im Mund und schaute den Wolken zu, die vorbei rasten. Damals wünschte ich mir, in einer anderen Zeit zu leben: später. Zu viel war jetzt noch nicht möglich. Ich erfand ständig Sachen. Ich erfand mir die Zukunft. Ich erfand das Einfacher Einkaufen, das Schlauer Fernsehen, das Wasser Kaufen ohne Tragen oder das Lernen ohne Schule. Kurz, ich wollte, dass Abläufe schneller, einfacher vonstatten gingen. Ich wollte die Zukunft in der Gegenwart.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Sonntag den, 10. Februar 2008

Kolumne: Hallo große Unbekannte

Es war schön dich getroffen zu haben. Was für eine Frau. Durchgeknallt ist sie. Das kann ich bestätigen. Ich bin es aber auch, darum sollte es deswegen keine Probleme geben. Das kann ich auch bestätigen.

Jetzt beginnt wieder einmal die spannende Phase. Kennen Sie die? Man lernt einen Menschen kennen, den man sich für mehr als einen Freund wünscht. Ist sie das? Oder ist das nur die Kurzstrecke? Soll man sich weiterhin treffen? Ja, klar. Will sie das auch? Muss sie wirklich noch ein paar Sachen vorher klären, wie es mir mein Gefühl sagt, oder klärt sie die gar nicht? Oder schon gar nicht wegen mir? Oder sehe ich sie überhaupt nicht mehr wieder? Oder wie jetzt?

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Donnerstag den, 17. Januar 2008

Kolumne:Die zehn goldenen Regeln, wie man sich als Schauspieler am Set, also während der Dreharbeiten verhält.

Die »dos and don’ts« der Filmbranche oder Wie vermeide ich einen Ruf als schwieriger Schauspieler, und warum die zehn Regeln eigentlich aus elf Punkten bestehen oder Warum man Anke Engelke, Bastian Pastewka, Olli Dittrich und Christoph Maria Herbst erwähnen muss.

So, einen Ruf habe ich nicht mehr zu verlieren. Ich gelte schon als schwierig, zickig, kompliziert. Macht aber nichts. Also das mit dem Ruf. Trotzdem habe ich mir gesagt: »So, jetzt ist Schluss, jetzt willste«, damit meinte ich mich selber, »deinen Ruf wieder auf Vordermann bringen«. Gesagt, getan.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Mittwoch den, 28. November 2007

Kolumne: Die Zeit

Die Zeit – eine Andacht in vier Absätzen, einem Zitat, einer Verabschiedung und jetzt neu mit Gedicht, wobei das Wort »neu« unbedingt blinkend vorgestellt werden muss

Die Zeit, die gute alte. Unser ewig währender Wegbegleiter. Er lässt uns älter werden, oder nur so aussehen oder nur so nicht aussehen, aber es trotzdem sein. Schön. Wir Männer haben durch das Älterwerden die Reife des Weines; die gnädigsten unter den Damen, bitte mir an dieser Stelle zu verzeihen, dafür die des Apfels und seiner Runzeln. So jedenfalls das Bild, das ständige, welches uns vor Augen geführt und, Gott bewahre, nicht meiner persönlichen Meinung entspricht. Natürlich nicht.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Montag den, 26. November 2007

Kolumne: Deutsche Telekom oder die Phantom-Rechnungen

Ein letzter, langer Blick zurück. Der Flur wirkt verwaist, die Möbel sind schon vor Tagen abgeholt worden, der Mietvertrag noch für 14 Monate bindend. Einen Nachmieter für das Büro – nicht gefunden. Da gestern der Strom abgestellt wurde und der lange Flur keine Fenster hat, ist nicht mehr all zu viel zu erkennen. Der Kabelanschluss wurde plombiert und der Herr von der Telekom hat seinen Termin natürlich nicht eingehalten.

Die Kündigung war schon ein Kreuz. Drei Faxe, zwei eingeschriebene Briefe (mit Rückschein) – und die Hotline behauptet steif und fest »eine Kündigung ist bei uns nicht eingegangen«. Aber ich habe den Rückschein hier, der besagt, dass irgendjemand bei der Deutschen Telekom die Kündigung erhalten hat. »Das kann nicht sein«, war die Antwort. Mhm … ich sehe ihn aber, er liegt vor mir in meiner linken Hand und da steht das schwarz auf weiß. Ob denn die Post lüge und wohl diesen Zettel, den man gemeinhin Rückschein nennt, gefälscht habe, will ich von ihr wissen. Das könne sie nicht sagen, da sie nicht bei der Post arbeite und auch niemanden kenne, der das tut. Zutrauen würde sie es denen allerdings schon.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 23. November 2007

Tage, die nichts wollen

Es war wieder mal ein Freitag, wie es immer einer ist, wenn sich einer dieser Freitage ankündigt. Die Sonne ging auf, irgendwo, und sie ging unter, auch irgendwo.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Montag den, 29. Oktober 2007

Schischi-Küche

Ich mag nicht mehr. Es nimmt langsam überhand, diese Schischi-Küche. Schischi-Küche ist, wenn der Mittelstand zu mittelständischen Preisen das Gefühl bekommt, er äße 18 Gault-Millau-Punkte.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 13. April 2007

Frühlingsgefühle oder die Hoffnung stirbt zuletzt

Jetzt ist es also soweit. Du meintest es wäre an der Zeit mich zu verlassen. So ein Wahnsinn, wie ich finde. Aber was soll ich machen?

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Dienstag den, 3. April 2007

Frauen, keine meine Logik oder warum mein Mond im Arsch ist

Vielleicht ist das ja alles auch nur meinem Sternzeichen zuzuschreiben? Vielleicht aber auch der Tatsache, dass es einfach einen Unterschied gibt zwischen Mann und Frau. Nehmen wir, als rein fiktives Beispiel (natürlich), die elektrische Zahnbürste. Warum putzt sich Madame jeden Morgen damit die Zähne, hält den Bürstenkopf dann kurz unter Wasser und steckt sie zurück? Das Ergebnis ist diese Soße auf dem Aufladeteil, wo man die Zahnbürste draufsteckt. Diese hässliche braune Soße, die, je nach Farbe der Zahnpasta, auch noch schlimmer aussehen kann. Und wer kratzt und putzt dann? Ich, selbstverfreilich.

Verfasst vor 3 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 16. März 2007

Frauen-Logik

So, nur damit Sie mitkommen. Ich bin mit meiner über alles geschätzten und geliebten Partnerin jetzt knapp zwei Jahre zusammen. Sie ist eine intelligente Frau, wohlgemerkt. Das Wasser kann ich ihr in den seltensten Fällen reichen. Studiert hat sie und so. Die Ausgangslage ist also alles andere als prekär.

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Montag den, 5. Februar 2007

Selbstmord dank Deutscher Telekom

Stellen Sie sich vor, Sie wären Kunde der Deutschen Telekom. Ehrlich gesagt können Sie sich auf der Stelle umbringen. Ich selbst bin kein Kunde, saß aber in einem Hotel. Dort wollte ich weltmännisch per WLAN ins Netz der Netze gehen. Einfach so, wie es mir die Werbung suggeriert.

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Samstag den, 27. Januar 2007

Versicherungs-Zahnstocher auf Urlaub

Wie soll der normale, arbeitende Mensch von heute eigentlich noch wissen, was er für eine Versicherung benötigt? Ich stehe an der Spitze unseres Zweiklassen-Systems und habe eine private Krankenversicherung, die so ziemlich jeden Schwachsinn bezahlt, den ich jemals von einem Arzt bekommen möchte (ich achte immer darauf, dass ich pro Monat mehr Arztkosten verursache, als ich Prämie bezahle, so hab ich wenigstens das Gefühl, noch ein Schnäppchen gemacht zu haben).

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Samstag den, 13. Januar 2007

Freundschaft mit Schwarm

Schau mich nicht so traurig an. Abwechselnd starren wir uns und die Decke an. Ich liebe dich. Warum, fragst du? Weil du es bist. Die Antwort reicht dir nicht? Kann man nicht für zwei Menschen etwas empfinden? Wahrscheinlich nicht. Haben wir eine Zukunft? Ich denke – ja.

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Samstag den, 30. Dezember 2006

Deutschland, geliebtes Deutschland – Ein Abschiedsbrief

Da gehst du also hin. Ziellos und verwahrt. Verwehrt. Äh, Verwirrt. Was warst du doch einst schön und lieblich mit Zauberwörtern wie Vollbeschäftigung, Entnazifizierung und vielen anderen Leckereien überhäuft. Was konnten wir doch damals dankbar sein, unseren transatlantischen Freunden, unseren Amis. Hach, war das schön, als sie Kaugummis von den rettenden Panzern warfen und uns alle hin zu einer schönen, einer besseren Zukunft, einem guten Deutschland führten.

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 24. November 2006

Schuheinkauf

OK, ich habe es wirklich versucht. Ich habe das Klischee, dass Männer keine gute Frauenbegleitung beim Einkaufen sind, wirklich – einfach so – niederreißen wollen. Ich habe mir gesagt: »… das gilt vielleicht für dich, du Schwachmat, aber nicht für mich«. Hey, ich hab’s versucht. Am Anfang wusste die Gnädigste das auch zu schätzen und hat sich wirklich bemüht. Wir gingen zusammen einen Schuh aussuchen, für Madam.

Verfasst vor 4 Jahren
Antoine Monot, Jr., Sonntag den, 12. März 2006

Taschengeld-König

Wir schreiben das Jahr 1988. Ich war 13 Jahre alt und wusste, wie ich es schaffen konnte, reich zu werden. Sehr reich sogar.

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Montag den, 13. Februar 2006

Die Geschichte

Jahrelang habe ich immer diese Geschichte erzählt. Diese Geschichte, wie wir uns kennen gelernt haben. Ich habe sie allen erzählt, denen, die Sie hören wollten und denen, die sie nicht hören wollten. Vier Jahre lang, sechs Monate und ein paar Tage.

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Mittwoch den, 11. Januar 2006

Trennung

Das neue Jahr hat so ein bisschen begonnen und vom alten hat man sich noch nicht so ganz getrennt. Oft schreibt man noch die falsche Jahreszahl, verplappert sich beim Reden. Dabei ist jede Trennung doch immer ein Neuanfang. Denkt man. Sagen die. Zuallererst ist Trennung – Trennung. Punkt.

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 30. Dezember 2005

Warum ich früher nie eine Freundin hatte

Ich wollte das jetzt ein für alle Mal klären. Gerade jetzt halte ich den Zeitpunkt für einen richtigen, da Deutschland ja den Bach ab geht, wie wir so zu sagen pflegen. Weil mich auch viele Menschen auf der Straße ansprechen und mich fragen: »Warum hatten Sie früher eigentlich keine Freundin?« und ich dann immer verlegen von der einen Stelle auf die andere trete.

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Freitag den, 23. Dezember 2005

Die Fremde

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit. Weihnachten ist aber auch die Zeit der Einsamkeit. Wie sollen Einsame sich denn besinnen? Viel diskutiert und oft feuilletonisiert ist, gerade zur Weihnachtszeit, Sex von, mit und über unsere Single-Mitmenschen. Abgesehen von ruinösen Telefonnummern und Internetpartnertauschbörsen sieht es trist und so gar nicht weihnachtlich aus.

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Dienstag den, 29. November 2005

Vorweihnachtliche Wunder

Kennen Sie die kleinen Wunder? Die kleinen Wunder und Rätsel, die einem tagtäglich begegnen? Diese kleinen Wunder, die ich nicht mag? Können Sie mir bitte erklären, wie eine Reinigung funktioniert? OK, ich habe zwei Möglichkeiten, waschen oder chemisch reinigen. Hemden werden klassischerweise gewaschen, Anzüge gereinigt. Haben Sie sich noch nie gefragt, was der Unterschied ist? CHEMISCHE REINIGUNG. DRY CLEANING. Klingelt’s langsam?

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Mittwoch den, 21. September 2005

Ausgang

Was soll das denn eigentlich? Der Erstkontakt zwischen Mann und Frau ist doch heutzutage völlig gestört. Sehen sie, früher (und ausnahmsweise darf ich das sagen) war zwar nicht alles, jedoch etwas besser. Mann und Frau sind (wenn sie scharf auf einander waren) miteinander ausgegangen. Sonst nicht – niente – nada. Warum kann man das heutzutage nicht mehr einführen? Was ist das Problem dabei?

Verfasst vor 5 Jahren
Antoine Monot, Jr., Dienstag den, 13. September 2005

Liebes Tagebuch

Wow. Da ist sie also. Die erste Kolumne bei kolumnen.de. Freundlich weist mich der Newsletter auf dieses Erscheinen hin. Ein guter Tag. Wir schreiben den 22.8.2005, meine erste Kolumne ist nun also online. Leicht verwirrt sehe ich im Newsletter, dass eine gewisse Katrin Wiegand mit ihrem »Liebes Tagebuch…« die Gunst des kolumnen.de-Redakteurs gewonnen hat. Sie steht an erster Stelle.

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