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	<title>Antoine Monot, Jr. &#187; Kolumnen</title>
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	<description>Schauspieler aus Das Experiment, Absolute Giganten, Lammbock, Die Blaue Grenze, Schwere Jungs und anderen Filmen :-)</description>
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		<title>Kolumne: Deutschland gegen Spanien, oder das EM-Finale</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Deutschland gegen Spanien, oder das EM-Finale</h1>
<p>Naja … wir sind Papst.</p>
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		<title>Kolumne: Wie war dein Tag heute, Schatz</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 13:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<h2>Lorem ipsum</h2>
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			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Wie war dein Tag heute, Schatz?</h1>
<p>Die klassische Fragestellung. Wie war dein Tag heute, Schatz? Wenn in einer Beziehung der Ehemann auf Durchzug stellt und das über sich ergehen lässt, ist alles schon schön eingespielt. »Wie war dein Tag denn heute?« habe ich aber, ganz unschuldig, meiner besten Freundin gestellt. Einfach so. Fragen Sie beste Freundinnen nie, wie der heutige Tag war. Auf jeden Fall nicht, wenn sie nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Mütter sind. Als kinderloser Single überlegt man sich das alles sonst noch mal. So sah die Antwort aus:</p>
<p>»Den Keller weiter aufgeräumt, da am Wochenende Paulas Möbel abgeholt werden. Wir haben um Ostern den kompletten Umbau der Kinderzimmer von Lara und Lea vorgenommen – und jetzt ist Paula dran. Lara hat ein rosa Zimmer, Lea ein terrafarbenes Zimmer und Paula möchte nun ein lindgrünes Zimmer – gut, dass ich nur drei Kinder habe.</p>

<p>Zwischendurch habe ich Wäsche gewaschen, in den Trockner gesteckt, verräumt und wieder gewaschen und getrocknet und und und.</p>
<p>Zwischendrin hatte ich ein Eier- und Schinken-Frühstück und ein Eier- und Schinken-Mittagesssen, in der Früh selbstverständlich auch einen Café mit aufgeschäumter Milch – allerdings hausgemacht und nicht wie bei dir von Starbucks.</p>
<p>Dann versuche ich gerade in meinem Büro, das nicht wirklich nach Büro aussieht, einigermaßen klar Schiff zu machen, so dass es wieder nach Büro aussieht. Papierberge sortieren, einordnen, Rechnungen bezahlen, Staubwischen und und und.</p>
<p>Nebenbei habe ich heute mindestens achtmal schlimme Streitigkeiten schlichten müssen. Lea sagte heute zu Lara: ›Ich zähle jetzt bis 3! 1 – 2 – 4 – und die letzte Zahl heißt drei!‹ Süß, oder? Neulich teilte sie mir mit, dass sie sich jetzt eine andere Welt suchen würde – das fand ich wiederum sehr spannend …</p>
<p>Paula berichtete von ihrer Biologie-Vier und meinte, es sei aber alles wunderbar, denn sie stünde noch auf einer Zwei und, und, und überhaupt waren alle anderen viel schlechter und es war ein Tag vor der Mathe-Schulaufgabe, und ich bin sowieso schuld daran, weil sie soviel Mathe lernen muss, obwohl sie bereits alles konnte …</p>
<p>Eine Freundin fühlte sich aufgrund einer Bemerkung gestern auf den Schlips getreten, eigentlich sogar angegriffen und nahm dies aber gestern mit ins Bett, um es dann heute zu besprechen – so etwas liebe ich ja … Aber das ist nun auch wieder alles geklärt und die Welt scheint in Ordnung zu sein.</p>
<p>Meine Mutter wollte unbedingt, wenn sie am Montag kommt, ihren Führerschein von mir aus irgendwohin mailen, worauf ich ihr erklären musste, dass das nicht so einfach geht, den müsste man scannen und das kann ich nicht – klasse Gespräche, wenn sich der Computer-Laie mit einem Computer-Deppen unterhält …</p>
<p>Jetzt gibt es gleich Essen und dann müssen die Kleinen ins Bett – das dauert immer.</p>
<p>Du siehst also, nicht soo viel zu tun.«</p>
<p>Frag nie!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kolumne: Meine Zukunft ist Gegenwart</title>
		<link>http://www.monot.com/2008/05/04/meine-zukunft-ist-gegenwart/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 13:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Meine Zukunft ist Gegenwart</h1>
<p>Es war wohl 1985 und ich zehn Jahre alt. Ich lag auf der Kuhwiese, hatte einen Grashalm im Mund und schaute den Wolken zu, die vorbei rasten. Damals wünschte ich mir, in einer anderen Zeit zu leben: später. Zu viel war jetzt noch nicht möglich. Ich erfand ständig Sachen. Ich erfand mir die Zukunft. Ich erfand das Einfacher Einkaufen, das Schlauer Fernsehen, das Wasser Kaufen ohne Tragen oder das Lernen ohne Schule. Kurz, ich wollte, dass Abläufe schneller, einfacher vonstatten gingen. Ich wollte die Zukunft in der Gegenwart.</p>

<p>Heute liege ich auf keinen Wiesen mehr herum, da ich gelernt habe, dass Grasflecken selber entfernt oder zumindest in der Reinigung selber bezahlt werden müssen, ekele mich vor Grashalmen im Mund im Allgemeinen, da ich unwiderruflich das Bild von pipi-enden Hunden und a-a-enden Katzen sehe, die selbiges genau auf meinem Strohhalm tun, von Menschen, die spucken, und von saurem Regen ganz abgesehen.</p>
<p>Aber ich habe festgestellt, dass meine Erfindungen erfunden werden. Jetzt. Wiesen hin oder her.</p>
<p>Heute ist meine geträumte Zukunft der Vergangenheit Gegenwart geworden, oder um es verständlicher auszudrücken: meine Zukunft ist Gegenwart:</p>
<p>Mein Fernseher zeichnet mir jetzt dank einer Set-Top-Box vom Kabelfernsehbetreiber und einer auf dem Bildschirm integrierten Programmzeitschrift, die sich EPG (Electronic Program Guide) nennt, alles auf, was ich möchte. Auch in Serie. Ein Klick, und alle Folgen werden automatisch auf meine Set-Top-Box mit integriertem Festplattenrekorder aufgezeichnet.</p>
<p>Das hat meine Sehgewohnheiten komplett revolutioniert. Rund 60 Stunden habe ich zur Verfügung. Jetzt nimmt mir mein zweites Ich jeden Tag »King of Queens«, »Kulturplatz« und »Kulturjournal« auf. »Wetten, dass …?« ist mein ständiger verzögerter Begleiter geworden, und ich verpasse plötzlich auch keine Folge mehr von »Schmidt &amp; Pocher«. »Polylux« ist sowieso dabei, »Das Perfekte Promi Dinner« auch, »WISO«, »Frontal 21«, »Plusminus« und »Nur die Liebe zählt«. Jeden Abend, wenn ich nach Hause komme, schaue ich nach, was mir die geträumte Zukunft der Vergangenheit Neues gebracht hat.</p>
<p>Mein Einkaufsverhalten hat sich auch revolutioniert. Bei mir um die Ecke gibt es eine Filiale einer Supermarktkette, die mich zum Programmchef des Einkaufs werden lässt. Betrete ich das Geschäft, scanne ich meine Mitgliedskarte und bekomme daraufhin das vollautomatische Go, einen Barcodescanner aus dem Regal zu ziehen. Mit diesem scanne ich jetzt meine Waren selber im Geschäft, bevor ich sie bereits direkt in meine Tüte tue. So laufe ich durch das Geschäft, bin ständig über Preise informiert, kann Rabatte überprüfen und werde so vom tumben Einkäufer zum Piloten meines eigenen Supermarkt-Lebens. Eigens für uns gibt es eine Kasse, an der nur noch mein Barcodescanner gescannt wird, und die Preise übertragen sich automatisch in die Kasse. Da ich alles schon eingepackt habe, muss ich nur noch zahlen und kann nach Hause.</p>
<p>Im Internet las ich just vor ein paar Tagen, dass Forscher herausgefunden hätten, wie kabelloser Strom zu übertragen wäre. Das war das letzte, was ich noch erfinden wollte, als ich mit zehn Jahren auf meinem sauren Grashalm herum biss, der nach Scheiße schmeckte, und die Wolken anschaute. Liebe Zukunft, danke, dass du jetzt da bist, danke, dass wir zusammen sind.</p>
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		<title>Kolumne: Hallo große Unbekannte</title>
		<link>http://www.monot.com/2008/02/10/hallo-grosse-unbekannte/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 13:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Hallo große Unbekannte</h1>
<p>Es war schön dich getroffen zu haben. Was für eine Frau. Durchgeknallt ist sie. Das kann ich bestätigen. Ich bin es aber auch, darum sollte es deswegen keine Probleme geben. Das kann ich auch bestätigen.</p>
<p>Jetzt beginnt wieder einmal die spannende Phase. Kennen Sie die? Man lernt einen Menschen kennen, den man sich für mehr als einen Freund wünscht. Ist sie das? Oder ist das nur die Kurzstrecke? Soll man sich weiterhin treffen? Ja, klar. Will sie das auch? Muss sie wirklich noch ein paar Sachen vorher klären, wie es mir mein Gefühl sagt, oder klärt sie die gar nicht? Oder schon gar nicht wegen mir? Oder sehe ich sie überhaupt nicht mehr wieder? Oder wie jetzt?<span id="more-39"></span></p>
<p>Du Unbekannte. Das eine Mal war toll. Zugegeben. Ich bin begeistert von dir. Hoch auf hoff aus. Was auch immer das heißt. Es klingt so wie ich mich fühle.</p>
<p>Und jetzt? Jetzt heißt es warten. Ich habe die letzten zwei Mal angerufen. Jetzt muss sie sich ja rühren. Oder was geht in so einem Frauenkopf herum? Umher? Was passiert da generell eigentlich?</p>
<p>Früher kam ich mir benachteiligt vor, dass wir nur die eine Gehirnhälfte gleichzeitig benutzen können. Inzwischen, mit dem Alter, kommt mir diese weibliche Dualität sehr nachteilig vor. Für mich. Ist ja beides dasselbe!? Hat sich also doch nichts geändert mit dem Alter. Gott sei Dank.</p>
<p>Ruft sie jetzt an? Oder ist das ein Teil des Spiels? Will sie wissen, wie lange ich es ohne angerufen zu werden aushalte? Oder rangiere ich einfach irgendwo nach Job, Kanarienvogel und »Bad putzen«? Oder hat sie einen (noch) anderen »ich melde mich«-Rhythmus als ich?</p>
<p>Und was, wenn sie das jetzt liest? Weiß sie, dass ich sie meine? Uff, das wäre mir aber peinlich. Und meine Ex? Ist die jetzt traurig oder freut die sich für mich, oder am Schluss beides? Oder ist es ihr einfach egal? Und das Traurigsein nur eine Wunschvorstellung? Und warum hat eigentlich die Titanic keine guten Titelbilder mehr?</p>
<p>Ich bleibe dran.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kolumne: Die zehn goldenen Regeln, wie man sich als Schauspieler am Set, also während der Dreharbeiten verhält.</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 13:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 >Kolumne:Die zehn goldenen Regeln, wie man sich als Schauspieler am Set, also während der Dreharbeiten verhält.</h1>
<p>Die »dos and don’ts« der Filmbranche oder Wie vermeide ich einen Ruf als schwieriger Schauspieler, und warum die zehn Regeln eigentlich aus elf Punkten bestehen oder Warum man Anke Engelke, Bastian Pastewka, Olli Dittrich und Christoph Maria Herbst erwähnen muss.</p>
<p>So, einen Ruf habe ich nicht mehr zu verlieren. Ich gelte schon als schwierig, zickig, kompliziert. Macht aber nichts. Also das mit dem Ruf. Trotzdem habe ich mir gesagt: »So, jetzt ist Schluss, jetzt willste«, damit meinte ich mich selber, »deinen Ruf wieder auf Vordermann bringen«. Gesagt, getan.</p>

<p>Am Set, so das fachsimpelnde Wort für den Ort, an dem man sich aufhält, wenn man dreht, also einen Film oder eine Serie oder so herstellt, also, am Set hat man als Schauspieler grundsätzlich erstmal die schwierigste Position: man ist der, der am meisten verdient, der, der am meisten Aufmerksamkeit erhält, der, um den sich alle kümmern und der, der meisten am zickigsten ist. Das ruft schnell einfach nur Unverständnis auf den Plan. Allerdings nur dann, wenn man sich nicht an die zehn goldenen Regeln hält.</p>
<p>Jetzt hier hast du die einmalige Möglichkeit, entweder a) zu erfahren, was du als Schauspieler machen musst, damit du Deutschlands beliebtester Schauspieler wirst, oder b) vor deinen Freunden, deiner Freundin prahlen zu können, wie man sich als »richtiger« Schauspieler am Set zu verhalten hat. Wahnsinn. Let’s go.</p>
<h2>Jetzt hier also – die zehn goldenen Regeln:</h2>
<ol>
<li>Zeige dich demutsvoll. Auch wenn du der Ansicht bist, du wärst der Größte hier, gibst du jeden Morgen jedem Mitarbeiter am Set die Hand. Damit machst dich schon mal nebenbei sehr beliebt. Und glaube mir, auch der letzte Fahrer produziert irgendwann deinen nächsten Film.</li>
<li>Wenn du dich für eine Rolle zu entscheiden hast, lies nur deine Textstellen. Ergeben diese keinen Sinn oder sind nicht relevant, hast du die Rolle abzusagen. Auch wenn die Texte der Kollegen noch so toll sind, sie sind irrelevant für deine Rollenauswahl (Ausnahme: du verdienst viel Geld.</li>
<li>Stelle deinen Regisseur nie in Frage. Mag die Anweisung noch so dämlich sein, hast du immer mit einem »sehr gerne, natürlich« oder »sehr gerne, sofort« zu antworten. Sage dies aber auch, wenn du nicht denkst, dass die Anweisung dämlich ist. Wichtig!</li>
<li>Sei immer nett zum Kameramann, er ist dafür verantwortlich, dass dein Gesicht gut aussieht. Hilf ihm beim Setzen des Lichts und biete ihm auch gerne Geld an. Er nimmt es!</li>
<li>Wenn der Tonmeister zu dir kommt und dir sagt, dass du zu leise bist, vermeide jedes »das geht aber für die Szene nicht lauter. Ich kann die Liebe zu dieser Frau doch nicht heraus schreien«. Mach es einfach. Besser: sag es einfach. Sag »sehr gerne, natürlich« oder »sehr gerne, sofort« und verändere nichts. Die Chancen stehen sehr hoch, dass a) der Tonmeister sich einbildet, du hättest lauter gesprochen, b) du von alleine ein bisschen lauter sprichst oder c) der Tonmeister denkt, du bist einfach nur unfähig. In jedem Fall aber denkt der er: »so ein netter Kerl«.</li>
<li>Wenn du zusammen mit einem Kollegen in einer Einstellung vor der Kamera stehst, hast du immer zu versuchen, einen Schritt hinter ihm zu stehen. Dadurch muss er/sie sich leicht eindrehen, während du frontal herrlich im Bild und der Kollege seitlich leicht angeschnitten ist. Wichtig I: mache das nur in Einstellungen, die dir wichtig sind. Es darf nicht auffallen! Wichtig II: mache es nur, wenn du der Hauptdarsteller bist. Bist du es nicht, hast du diese Regel nicht zu befolgen.</li>
<li>Laufe am Set immer mit dem Drehbuch herum, wobei du jederzeit irgendwelche Illustrierte reinlegen kannst. Stelle dich möglichst in die Nähe des Regisseurs und bewege lautlos die Lippen. Ab und zu hast du in den Himmel zu schauen und wieder die Lippen lautlos zu bewegen. Der Maestro bekommt dadurch das Gefühl vermittelt, du würdest permanent Text lernen. Er wird dich wieder besetzen.</li>
<li>Gehe vorsichtig mit Requisiten und Kostüm um. Zieh dir beim Essen von alleine ein Lätzchen an. Du machst dich damit zum Liebling der Kostümabteilung und gleichzeitig zum Gespött des ganzen Teams (letzteres hilft dir wiederum bei Punkt 1).</li>
<li>Hör auf zu Fühlen beim Spielen. Du bist Schau-Spieler und kein »Ich-muss-dreimal-um-den-Block-rennen-um-außer-Atem-zu-sein-Fühlspieler«. Das wiederum verschafft dir Respekt bei den Technikern des Teams.</li>
<li>Sprich an jedem Set, an jedem Tag gut über Anke Engelke, Bastian Pastewka, Olli Dittrich und Christoph Maria Herbst. Mach es einfach.</li>
<li>… und inoffiziellste Regel (daher spricht man auch nur von den zehn goldenen Regeln): Veröffentliche diese Regeln nie, da du dich bei lesenden Teammitgliedern sofort unbeliebt machst, da berechnend.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		<title>Kolumne: Die Zeit</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/11/28/die-zeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 13:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Die Zeit</h1>
<p>Die Zeit – eine Andacht in vier Absätzen, einem Zitat, einer Verabschiedung und jetzt neu mit Gedicht, wobei das Wort »neu« unbedingt blinkend vorgestellt werden muss</p>
<p>Die Zeit, die gute alte. Unser ewig währender Wegbegleiter. Er lässt uns älter werden, oder nur so aussehen oder nur so nicht aussehen, aber es trotzdem sein. Schön. Wir Männer haben durch das Älterwerden die Reife des Weines; die gnädigsten unter den Damen, bitte mir an dieser Stelle zu verzeihen, dafür die des Apfels und seiner Runzeln. So jedenfalls das Bild, das ständige, welches uns vor Augen geführt und, Gott bewahre, nicht meiner persönlichen Meinung entspricht. Natürlich nicht.<span id="more-37"></span></p>
<p>Ich sitze im Zug, fahre erster Klasse, die Weinhänge ziehen am Fenster vorbei (oder gar umgekehrt?) und ich sitze und schaue in die Natur, die schöne. All dies Zeichen dafür, dass der Zahn, der gute alte, auch an mir naget. Hätte ich mir vor Jahren nicht vorstellen können, eine Zugfahrt zu genießen, hätte ich mir vor Jahren nicht vorstellen können, erster Klasse zu reisen, hätte ich mir vor Jahren nicht zu Gemüte führen können, Weinhängen nachzusehen und -zuweinen, ohne dabei die Unruhe der jungen Jahre, den Zynismus des Anfängers in mir zu spüren, so ist dies, zwar mit 32 Lenzen nicht im Herbste, so aber doch im Spätsommer des Lebens, all dies ein Zeichen dafür:</p>
<p>»Allder, das macht mer Angst«.</p>
<p>Und nu? Den Zynismus wieder hervorkramend, das Leben als das abstempelnd, was es ist, nämlich nichts, für das es sich lohnt, bleiben zu wollen: keine Ahnung.</p>
<p>Aber lasst uns diese Worte besinnlich und nachweihnachtlich und vorsilvestrig beenden. So sagte schon einst ein großer Denker und Dichter unseres Landes:</p>
<p>Wenn Träume zerbrechen<br />
und Liebe zerschellt,<br />
wenn Echsen dann lächeln,<br />
der Hund so laut bellt,<br />
dann weisst du so sicher,<br />
wie irgendwas sonst,<br />
das Leben geht weiter,<br />
Punkt.</p>
<p>Euer Santa Toni, eure glückliche Fee des Westens</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kolumne: Deutsche Telekom oder die Phantom-Rechnungen</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/11/26/deutsche-telekom-oder-die-phantom-rechnungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 13:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kolumne: Deutsche Telekom oder die Phantom-Rechnungen</h1>
<p>Ein letzter, langer Blick zurück. Der Flur wirkt verwaist, die Möbel sind schon vor Tagen abgeholt worden, der Mietvertrag noch für 14 Monate bindend. Einen Nachmieter für das Büro – nicht gefunden. Da gestern der Strom abgestellt wurde und der lange Flur keine Fenster hat, ist nicht mehr all zu viel zu erkennen. Der Kabelanschluss wurde plombiert und der Herr von der Telekom hat seinen Termin natürlich nicht eingehalten.</p>
<p>Die Kündigung war schon ein Kreuz. Drei Faxe, zwei eingeschriebene Briefe (mit Rückschein) – und die Hotline behauptet steif und fest »eine Kündigung ist bei uns nicht eingegangen«. Aber ich habe den Rückschein hier, der besagt, dass irgendjemand bei der Deutschen Telekom die Kündigung erhalten hat. »Das kann nicht sein«, war die Antwort. Mhm … ich sehe ihn aber, er liegt vor mir in meiner linken Hand und da steht das schwarz auf weiß. Ob denn die Post lüge und wohl diesen Zettel, den man gemeinhin Rückschein nennt, gefälscht habe, will ich von ihr wissen. Das könne sie nicht sagen, da sie nicht bei der Post arbeite und auch niemanden kenne, der das tut. Zutrauen würde sie es denen allerdings schon.<span id="more-36"></span></p>
<p>Ich schloss kurz die Augen. Das Gespräch verselbstständigte sich in eine Richtung, in die ich nie wollte. Ich sammelte meine Gedanken. Was ich denn jetzt tun solle? »Am besten kündigen Sie mal«. Oh Mann, das habe ich doch schon. »Wie wäre es, wenn ich Ihnen den Rückschein schicke, natürlich in Kopie?«. »Kopien«, war die kurze und prompte Antwort, »Kopien können wir nicht akzeptieren«. »Ja aber wenn ich Ihnen den Rückschein im Original schicke und sie den nachher auch nicht erhalten, dann …«. »Schicken Sie ihn doch eingeschrieben«. Ich kniff meine beiden Pobacken zusammen um meine Wut beherrschen zu können. Ich würde jetzt doch nicht wirklich einen Rückschein eingeschrieben mit Rückschein schicken. Das ergibt alles keinen Sinn … Wir verblieben so, dass ich erneut eine Kündigung schicken würde – erneut per Einschreiben mit Rückschein.</p>
<p>Ich ging zu einem Freund, dessen Computer nicht wie meiner in Kisten verpackt war, und schrieb die Kündigung erneut. Als ich dann Wochen später die Bestätigung erhielt, waren von meinem ersten Bestreben zu kündigen bis zur erfolgreichen Bestätigung doch glatt neuneinhalb Wochen vergangen.</p>
<p>Jetzt hatte ich alles in einem Ordner, der unter meinen Arm geklemmt war, blickte zurück in den Flur und schloss die Tür ein letztes Mal ab.</p>
<p>Ich machte es mir zur Gewohnheit, ein- bis zweimal pro Woche im Büro vorbei zu gehen, um die Briefe, die von der Post (trotz laufendem Auftrag) nicht weitergeleitet wurden, abzuholen. Neun Wochen, nachdem ich das Büro das letzte Mal von innen gesehen hatte, staunte ich nicht schlecht, als ich einen Brief der Deutschen Telekom in der Hand hielt. Der sah so aus, wie Rechnungen immer aussehen. Ich machte ihn auf und tatsächlich lag vor mir eine Rechnung mit Einzelgesprächsnachweisen. Nicht viel, aber für 57 Euro 30 wollte die Deutsche Telekom Gespräche verrechnen. Der Anschluss war aber gekündigt!? Was tun?</p>
<p>Ich zückte mein Handy und nahm die Aufgabe ernst und gefasst an. Ich rief bei der Hotline der Deutschen Telekom an, nannte meine Kundennummer und erklärte, was mich so verwirrte. »Aber wenn Sie telefonieren, ist es doch normal, dass Sie eine Rechnung von uns erhalten«. »Ja,« sagte ich beherrscht freundlich, »wenn ich telefoniere, dann sicherlich, aber wissen Sie, der Anschluss ist offiziell gekündigt und das wurde von Ihnen sogar schriftlich bestätigt«. »Moment«. Ich wurde auf eine Warteschleife gelegt und war froh, dass sich das Missverständnis jetzt auflösen würde. Nach dem vierten Mal in Schleife »Ihr Anruf ist uns wichtig. Bitte bleiben Sie dran« kam sie wieder. »Haben Sie denn eine Kündigung geschickt?«. Ich schluckte – bitte nicht schon wieder. »Ja, ich habe sogar die schriftliche Bestätigung von Ihnen vor mir liegen«. Ich triumphierte innerlich. »Das kann nicht sein. Im Computer steht nichts von einer Kündigung«. »Aber ich habe doch Ihre Bestätigung vor mir liegen«. »Das kann jeder sagen«. »Aber es ist wirklich so«. »Dann schicken Sie diese mal«. Oh Gott. Nein.</p>
<p>Ich will es kurz zusammenfassen. Ich bekam noch die folgenden sieben Monate Rechnungen, und natürlich kam die Bestätigung der Telekom, die ich ihnen zuschickte, nie bei ihnen an. Ich löschte alle Nummern der Telekom aus meinem Handy und warf die Rechnungen einfach weg. Die Mahnungen und Zahlungsaufforderungen der Anwaltskanzlei ebenfalls. Irgendwann dann hörte der Spuk auf. Nach rund neun Monaten war plötzlich Funkstille.</p>
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		<title>Tage, die nichts wollen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 13:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Tage, die nichts wollen</h1>
<p>Es war wieder mal ein Freitag, wie es immer einer ist, wenn sich einer dieser Freitage ankündigt. Die Sonne ging auf, irgendwo, und sie ging unter, auch irgendwo.</p>

<p>Es war einer dieser Freitage, an denen ich aufwache und sofort weiß, dass das ein merkwürdiger Tag werden wird. Einer von denen, die mir nicht gefallen, einer dieser, an denen ich mich merkwürdig fühle. Da weiß ich nicht, ob es mir gut oder schlecht geht, das kann ich dann nicht sagen, ich weiß nur, dass ich mich wie auf einem Teppich fühle, der mir ständig weggezogen wird unter den Füßen.</p>
<p>An diesem Freitag ist nicht viel passiert, was aber geradezu das Typische daran ist. Typisch und heimtückisch zugleich. Ich bin in der Dusche auf der Seife ausgerutscht und konnte mich gerade noch so fangen, dass ich mich ärgerte, aber nichts weiter passierte. Der Schlüsselbund ist auf der Straße so aufgegangen, dass alle Schlüssel raus geflogen sind, aber keiner in den Gulli. Der Computer stürzte mehrmals ab, die Dateien waren aber noch da. Die Milch drohte sich beim Öffnen des Kühlschranks über alles zu ergießen, ich fing sie aber gerade rechtzeitig noch auf. Die angekündigten Kopfschmerzen kamen nicht und Schmerzmittel hätte ich griffbereit gehabt. Also was soll’s?</p>
<p>So ist das halt manchmal im Leben. Ich glaube, dass man da einfach durch muss. Doofe Freitage sind halt einfach so. Tage ohne Sinn und Verstand, Tage, die nichts wollen, nicht Versprochenes nicht einhalten können und nur langweilen. So pseudodoofe. Da muss man durch, hab ich mir gesagt, und hab’s dann auch gemacht. Gut.</p>
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		<title>Schischi-Küche</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 13:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Schischi-Küche</h1>
<p>Ich mag nicht mehr. Es nimmt langsam überhand, diese Schischi-Küche. Schischi-Küche ist, wenn der Mittelstand zu mittelständischen Preisen das Gefühl bekommt, er äße 18 Gault-Millau-Punkte.</p>

<p>Erst gestern ging ich über Mittag in ein Lokal und aß Grill- und Ofengemüse an Fetakäse in Nougatkruste. Ich war wieder einmal zu leichtgläubig und ging nicht davon aus, dass der Fetakäse wirklich einen angebratenen Nutellarand hat. Widerlich. Gemüse und Schokolade. Aber das ist vielleicht das falsche Beispiel, da es mir weniger um geschmacksverirrte, sich überschätzende Köche als um Pseudo-Essen geht. Um Schischi-Küche eben.</p>
<p>Letztens saß ich wieder einmal in einem Restaurant und auf der Karte gab es nur Gerichte wie »Rindfleisch in Zitronengras-Schalotten-Marinade auf einem Vinaigre-Crème-Bett an Limettensoße«. Oder »Huhn auf Frucht-Couscous mit Orangen-Limetten-Bett an Wasabikrokant«. Wissen Sie was ich meine? Grundsätzlich schmecken diese Gerichte auch gut. Aber eben nur gut. Und das rechtfertigt kein Bett und Mousse als Beschreibung. Was war es denn, was ich schlussendlich serviert bekam? Ein Stück Rindfleisch an einer Soße mit Gemüse und Huhn mit Beilage. Fertig.</p>
<p>Diese Kreationen sind auf diesem Niveau auch wirklich komplett überflüssig. In einem Gault-Millau-Restaurant mit 19 Punkten ergeben sie Sinn. Jeder Biss ist eine Geschmacksexplosion. Und vor allem müssen Sie gutes Sitzfleisch haben, bis Sie einen Tisch bekommen. Aber hier? Hier isst der Mittelstand überteuert und kann sich denken, «wow ist das schick«. Und vorher? Ja, vorher gibt’s dann noch eine »Empfehlung aus der Güche«. Die letzte Empfehlung, die ich bekam, war in einem Kongresshotel in der Provinz und bestand aus einem »Wachtelspiegelei auf einem Roggentoast an Petersilie«, wie mir die Bedienung auf breitem Hessisch verständlich machte. Grauslich.</p>
<p>Schluss mit Essen auf und an irgendwelchen Betten.</p>
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		<title>Frühlingsgefühle oder die Hoffnung stirbt zuletzt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2007 09:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Frühlingsgefühle oder die Hoffnung stirbt zuletzt</h1>
<p>Jetzt ist es also soweit. Du meintest es wäre an der Zeit mich zu verlassen. So ein Wahnsinn, wie ich finde. Aber was soll ich machen?</p>

<p>Ich war schon immer einer der Typen, die lange kämpften, einer derer, die nicht aufhören konnten, so lange der Frau aller Träume den Hof zu machen, bis ich es schaffte oder bis ich allen Mut verlor. Das konnte schon drei Jahre gehen. Bisher sieht die Bilanz ganz ordentlich aus. Von vier Höfen habe ich zwei bekommen. Fünfzig fünfzig also. Und du bist jetzt die Letzte dieser kleinen Statistik.</p>
<p>Zwei Jahre waren wir zusammen und du warst das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Ausnahmslos. Du warst das, was ich mir immer erhofft, erträumt und gewünscht hatte. Und immer noch habe. Du bist das, was Udo Jürgens als den Leuchtturm beschreibt, der jetzt anderswo steht. Den du verrücken willst. Auch wenn er es ein bisschen anders gemeint hat.</p>
<p>Aber weißt du, was das wirklich Schlimme ist? Weißt du, was für mich fast nicht auszuhalten ist? Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Die Kämpfer-Hof-Natur ist ratlos. Ich habe, leider fallen mir keine besseren Worte ein, nichts mehr, was ich verkaufen kann. Solange du mich nicht kennst, solange ich dir den Hof machen kann, solange bist du die Person, der ich mich verkaufen kann. Ich kann dir ein Lebensgefühl geben, ich kann dir zeigen: Hey, schau – so könnte das Leben mit mir sein. Mit allen Höhen und Tiefen. Ich kann deine Träume wecken.</p>
<p>Und jetzt? Nach zwei Jahren? Du kennst mich wie kaum ein anderer. Du weißt, wie ich ticke, du weißt, was dich erwartet und was nicht. Und eben, das alles ist es, was du nicht mehr willst. Was soll ich da noch sagen, noch machen? Welche Träume, welches Lebensgefühl kann ich dir noch schenken – was du mir abnehmen würdest?</p>
<p>Keins. Und genau das ist zum Verzweifeln.</p>
<p>Ob wir Freunde bleiben wollen? Natürlich will ich das. Aber weißt, das ist ungefähr, wie einen Apfel nur anzuschauen statt hinein zu beißen. Auch wenn ich zu wenig Obst esse, wie du immer sagst, glaube ich doch, dass der Vergleich richtig ist. Ich soll jetzt also den Apfel nur anschauen und nicht mehr kraftvoll zubeißen. Morgen. Hmpf.</p>
<p>Danke für die letzten zwei Jahre. Danke für die Liebe und – hey – wenn du wüsstest, was du alles verpasst. Wenn ich es nur wüsste. Jetzt – jetzt ist es einfach soweit. Es ist an der Zeit. Tschüß. Und… danke, gell…</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frauen, keine meine Logik oder warum mein Mond im Arsch ist</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2007 13:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Frauen, keine meine Logik oder warum mein Mond im Arsch ist</h1>
<p>Vielleicht ist das ja alles auch nur meinem Sternzeichen zuzuschreiben? Vielleicht aber auch der Tatsache, dass es einfach einen Unterschied gibt zwischen Mann und Frau. Nehmen wir, als rein fiktives Beispiel (natürlich), die elektrische Zahnbürste. Warum putzt sich Madame jeden Morgen damit die Zähne, hält den Bürstenkopf dann kurz unter Wasser und steckt sie zurück? Das Ergebnis ist diese Soße auf dem Aufladeteil, wo man die Zahnbürste draufsteckt. Diese hässliche braune Soße, die, je nach Farbe der Zahnpasta, auch noch schlimmer aussehen kann. Und wer kratzt und putzt dann? Ich, selbstverfreilich.</p>

<p>Ich habe es mehrmals versucht. Auf die gute und freundliche, auf die energische, auf die genervte Tour. Nada, njet. Was ist da los? Ist es so schwer, die Zahnbürste auszuspülen, den Kopf herunter zu nehmen, ihn von innen und außen sauber zu machen? Mit der Hand kurz über den Nobbel zu fahren, wo ich sie aufstecke? Wo ist das Problem, verdammt?</p>
<p>Oder nehmen wir die Bücher und DVDs. Warum kann man die nicht einfach wieder zurück in die Hülle stecken und dort ins Regal, wo man sie, also sie sie herausgeholt hat? Das Ergebnis ist doch dann jedes Mal dies, dass ich einen Roman deutscher Abstammung unter den Lexika suchen kann, anstatt oben rechts, wo er immer stand: bei der modernen deutschen Literatur.</p>
<p>Nicht dass ich der ordentlichste Mensch auf der Welt bin. Gott bewahre (und vor allem ich selber bewahre mich davor sehr gut). Aber hier geht es doch um die Grundregeln des alltäglichen Dschungels, um zu überleben. Hier geht es nicht um Sauberkeit, auch vordergründig nicht um Ordnung. Es geht ums System. Um die Wahrung unserer Systematiken.</p>
<p>Ist es so schwer, die Gutscheine des Pizza-Lieferdienstes in die Schublade mit den Gutscheinen zu legen? Nein? Warum kann ich sie dann regelmäßig im Bücherregal suchen und manchmal bei den Mänteln finden?</p>
<p>Oder Aufladegeräte? Es geht hier doch nur um die einfachsten, alltäglichen Grundregeln. Keiner redet von Kür. Davon sind wir weit entfernt. Aber wenn ich sie darauf anspreche, freundlich und charmant, ist das Donnerwetter vorprogrammiert. Es könne doch nicht angehen, dass ich so kleinlich sei. Kleinlich? Ich werde wahnsinnig. Es könne ferner auch nicht angehen, dass ich die schöne Stimmung ruiniere mit einer Zahnbürsten-Putzregelung.</p>
<p>Und sehen Sie, das ist eben das Missverständnis. Während ich davon ausgehe, dass sie die gute Stimmung durch’s nicht saubermachen kaputtmacht, setzt sie eben in der Kette des alltäglichen Wahnsinns etwas später ein.</p>
<p>Verbal bin ich wirklich nicht auf den Kopf gefallen (auch wenn es so aussieht). Aber versuchen Sie nie, mit meiner Frau zu streiten. Warum? Weil am Schluss immer sie Recht hat. Ich gebe auf. Gerne würde ich ihre Argumente hier verewigen. Leider ergeben sie in dem Moment, in dem ich sie höre, unglaublich viel Sinn. Aber wenn ich sie dann später meinem besten Freund erzählen möchte, muss ich feststellen, dass ich es nicht mehr zusammen kriege. Dass plötzlich alles keinen Sinn mehr ergibt. Das ist ein tödlicher Lauf im Hamsterrad.</p>
<p>Eine Freundin fragte mich letztens, was ich von Sternzeichen sei. Krebs, war meine wahrheitsgetreue Antwort. Sie verdrehte ganz unmerklich die Augen und erklärte mir, dass sie mal mit einem Krebs zusammen war und der ihr sogar erklären wollte, wie man die Zahnbürste sauber machen solle. Wahnsinn, oder? Ich schwieg bedrückt und zog mich in meinen Panzer zurück. Seitdem habe ich aufgehört zu sprechen und denke sehr viel nach. Vielleicht liegt alles nur an meinem Mond, der im Arsch ist, oder Jupiter, der gar kein Planet mehr sein darf. Oder vielleicht doch an der besten Frau der Welt, die ich über alles liebe? Ich weiß es nicht.</p>
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		<title>Frauen-Logik</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/03/16/frauen-logik/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2007 13:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Frauen-Logik</h1>
<p>So, nur damit Sie mitkommen. Ich bin mit meiner über alles geschätzten und geliebten Partnerin jetzt knapp zwei Jahre zusammen. Sie ist eine intelligente Frau, wohlgemerkt. Das Wasser kann ich ihr in den seltensten Fällen reichen. Studiert hat sie und so. Die Ausgangslage ist also alles andere als prekär.</p>

<p>Im März habe ich ein Klassentreffen in Deutschland zu dem ich gerne gehe und natürlich meine über alles Geliebte mitnehmen möchte. Als meine Begleitung. So, hoffe ich, fallen meine »Minusse« nicht so sehr auf und ich kann glänzen.</p>
<p>Ich war auf einem Waldorf-Internat namens Loheland. Das liegt, und so habe ich das auch immer meiner über alles geliebten Partnerin erzählt, zwischen Frankfurt am Main und Kassel. Das alles als Grundinformation für Sie, liebe Leser und (wenn ich noch habe) Leserinnen.</p>
<p>Wir sitzen jetzt am Frühstückstisch und die morgendlichen Brötchen verschwinden in unseren Mündern und werden mit einem Schluck Kaffee in den Darm hinuntergespült. Die über alles geliebte Partnerin erhebt das Wort und erklärt mir, dass Sie vor meinem Klassentreffen herumfahren möchte und nicht mit mir nach Loheland fahren, sondern dass wir uns doch jetzt dort treffen sollten. »Einverstanden«, sage ich als moderat moderner Mann.</p>
<p>Und jetzt. Jetzt fragt sie mich. »Du sag mal. Das Klassentreffen findet doch in der Nähe von Frankfurt Oder statt, oder?« Pause. Frankfurt Oder? Nicht, dass man nicht mal was verwechseln darf. Aber Frankfurt Oder? Auch nichts gegen »Die schöne Stadt im ehemaligen Osten«. Aber meint sie wirklich Frankfurt Oder? Ich schaue sie misstrauisch an. »Schatz, du meinst wirklich Frankfurt Oder, oder?« Sie nickt.</p>
<p>Ich setze mich auf und blicke sie an. »Wir sind jetzt seit knapp zwei Jahren zusammen. Wenn es Frankfurt Oder wäre, mein Engel, dann… .</p>
<p>Rechnen wir nach. Ich bin 1975 geboren und mit sieben Jahren eingeschult worden. Also 1982. Du weißt, dass ich sieben Jahre auf dem Internat war, also bis 1989. Genau dann ist die Mauer gefallen. Mein Engel, du wüsstest doch, wenn ich aus der DDR kommen würde? Das müsstest du doch mitbekommen haben, wenn meine Mutter, mein Vater und ich Bürger der DDR gewesen wären. Aber wir waren doch die, die sozusagen auch mal mit dem Sonderzug nach Pankow fahren wollten. Nicht, dass ich das wertend meine. Aber nach knapp zwei Jahren Beziehung müsste man das doch wissen.«</p>
<p>»Ja, ja!«, möchte ich jetzt allen aufschreienden Feministinnen zurufen. »Ja, ja, dafür können wir andere Sachen nicht, ich weiß!« Und sicherlich liegt es an mir, an meiner Unfähigkeit. An meiner grundsätzlichen Unfähigkeit zu kommunizieren und dir nicht das Wasser reichen zu können.</p>
<p>Ich nehme mir eine Zeitung zur Brust und verschanze mich innerlich in meiner Höhle. Dort ist die Welt morgens um sieben noch in Ordnung. Dort weiß ich, was mich erwartet und was nicht.</p>
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		<title>Selbstmord dank Deutscher Telekom</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/02/05/selbstmord-dank-deutscher-telekom/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 12:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Selbstmord dank Deutscher Telekom</h1>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie wären Kunde der Deutschen Telekom. Ehrlich gesagt können Sie sich auf der Stelle umbringen. Ich selbst bin kein Kunde, saß aber in einem Hotel. Dort wollte ich weltmännisch per WLAN ins Netz der Netze gehen. Einfach so, wie es mir die Werbung suggeriert.</p>

<p>Also – los geht’s. Browser gestartet und prompt wurde ich auf eine Seite der Deutschen Telekom gelenkt. Dort kann man sich, ganz weltmännisch, per Kreditkarte einen Zugang kaufen. Ich wähle also die Stundenanzahl aus, klicke auf »weiter« und siehe da, ich gelange auf eine Fehlerseite. Macht nichts. Immerhin sagen die ja auch, man solle es in ein paar Minuten noch mal probieren. Gewartet, probiert. Nichts. Also wieder gewartet, wieder probiert. Wieder nichts. Nach drei Tagen dachte ich mir, jetzt rufste mal an, bei der Deutschen Telekom. Gott sei Dank war keine Kontaktnummer auf der Homepage, also direkt den Kundendienst für private Anschlüsse. »Ja, Grüß Gott. Mein Name ist Monot und ich versuche gerade, einen Onlinezugang Ihres WLAN-Dienstes zu erwerben. Leider gibt es dort seit drei Tagen eine Störung. Können Sie mir weiterhelfen?«. »Um was geht es?«, war die Antwort. »Um einen WLAN-Zugang namens CLUB_5, den ich online per Kreditkarte kaufen möchte«. »Und Sie stehen jetzt im Geschäft?«. »Nein, ich sitze vor meinem Computer im Hotel«. Ein Seufzer der Erleichterung ging durch diese Dame. »Dann ist T-Online dafür zuständig«. Warum denn dann beim Aufruf des Browsers eine Seite der Deutschen Telekom käme, fragte ich schüchtern nach, das, so die Antwort, das kann gar nicht sein. Ach so, verstehe – schon klar.</p>
<p>Also. Auskunft angerufen und nach der Nummer von T-Com gefragt. Dort angerufen. Wirklich schöne Musik haben die da zum Warten. Wirklich. Anfangs funktioniert es auch und ich werde beruhigt durch diese wunderschönen sphärischen Klänge. Nach geschlagenen 15 Minuten und einer Musik, die alle 35 Sekunden neu im Loop zu hören ist, steigt mein Blutdruck allerdings merklich an. Auch das »Ihr Anruf ist uns wichtig, legen Sie daher bitte nicht auf«, beruhigt mich nach dem 672sten Mal nicht mehr wirklich und ich denke mir, wenn ich euch wirklich wichtig bin, dann stellt mehr Menschen ein. Bummsdi. Basta.</p>
<p>Dann endlich. Ein Mensch nimmt ab. Tief durchatmen (Blutdruck durch Selbstmeditation senken), freundlich meinen Namen nennen und von meinem Problem berichten:</p>
<p>»Hallo. Mein Name ist Monot. Ich sitze in einem Hotel und möchte gerne einen WLAN-Zugang käuflich erwerben. Leider werde ich nach Eingabe meiner Kreditkarten-Daten auf eine Fehlerseite weitergeleitet«.<br />
Am anderen Ende Stille. Pause. Das schreckliche Nichts.<br />
»Hallo?«<br />
»Ja«, antwortet die Dame von T-Com.<br />
»Ich sitze in einer Hotel-Lobby und versuche, Kunde von Ihnen zu werden. Der WLAN-Zugang namens CLUB_5 wird mir allerdings verwehrt.«<br />
»Wo sind Sie?«, so die Dame.<br />
»In einer Hotellobby, Sie wissen schon, diese Dinge, die Hotels bauen, nahe der Rezeption mit Sesseln und so.«<br />
»Ich bin von T-Com, wir sind kein Hotel…«<br />
Weiter kam sie nicht mehr.<br />
»Nein. Das Hotel,«, flötete ich, »davon bin ich ausgegangen. Ich versuche nur via T-Com einen WLAN-Access herzustellen und werde dann auf eine Fehlerseite der Deutschen Telekom weitergeleitet.«<br />
»Ach«, ein aufseufzender Luftaustoß war zu hören, »dann ist die Deutsche Telekom auch dafür zuständig.«<br />
»Nein – die bestreiten jegliche Zuständigkeit«, so ich.<br />
»Das ist normal bei denen.«<br />
»Wie bitte?«, ich traute meinen Ohren nicht. Das Tochterunternehmen beschuldigt die Mutter. Verrat in der Familie? Wirtschaftlicher Inzest?<br />
Egal.<br />
»Und was soll ich jetzt machen?«<br />
»Was wollten Sie denn ursprünglich tun?«<br />
»Per WLAN ins Internet gehen.«</p>
<p>Ich musste ihr erstmal erklären, was WLAN ist. Sie arbeite zwar bei der T-Com, aber man könne ja nicht alles wissen, meinte sie entschuldigend. Ich war wie paralysiert ob der Tatsache, dass bei dem Staatsmoloch Menschen arbeiten, die sich entschuldigen können. Sie bedankte sich sehr bei mir für meine kurze Ausführung in die Welt der drahtlosen Internet-Zugänge und sagte mir – resolut und bestimmt – sie würde sich meines Problems annehmen. Ob ich denn kurz warten könne, sie würde mich verbinden und der zuständigen Person mein Problem schildern. Dann käme alles gut, wie sie sagte, da sie mich ins Backoffice verbinden würden. »Die kennen sich wirklich richtig aus«, so meine nette Beraterin. Ich stimmte freudig zu. Froh, endlich verstanden zu werden.</p>
<p>Es kam wieder das Band mit der Musik. Nach rund 30 Sekunden wurde die Leitung unterbrochen und ich hörte das eintönige Tuten eines Besetztrufs. Tausend Gedanken schossen mir durch meinen Kopf. Schossen? Sie tobten geradezu. Karneval in Venedig ist dagegen was für Anfänger.</p>
<p>Äußerlich war ich aber ganz ruhig. Habe meinen Laptop zugeklappt, bin auf mein Zimmer gegangen und habe in mein Kopfkissen geweint. Nicht zitternd und schreiend. Einfach nur leise geweint, während ich meinen Mund auf das ach so flauschige Kissen gedrückt habe. Kurz war ich versucht es komplett gegen Mund und Nase zu drücken. Nur so lange, bis ich nicht mehr weine, nicht mehr atmen muss.</p>
<p>Danach habe ich auf der Toilette kurz mein Gesicht gespült, mich auf mein Bett gesetzt und den Fernseher angemacht. Das erste, was mir ins Auge sprang, war ein WLAN-Sonderangebot der T-Com. Ich habe den Fernseher ausgemacht und mich mit geschlossen Augen in mein Bett gelegt. Ich habe die ganze Nacht weder geweint noch geschlafen. Ich lag einfach so da und habe mir die Zeiten herbei zu wünschen versucht, als es das alles noch gar nicht gab.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Versicherungs-Zahnstocher auf Urlaub</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/01/27/versicherungs-zahnstocher-auf-urlaub/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jan 2007 12:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Versicherungs-Zahnstocher auf Urlaub</h1>
<p>Wie soll der normale, arbeitende Mensch von heute eigentlich noch wissen, was er für eine Versicherung benötigt? Ich stehe an der Spitze unseres Zweiklassen-Systems und habe eine private Krankenversicherung, die so ziemlich jeden Schwachsinn bezahlt, den ich jemals von einem Arzt bekommen möchte (ich achte immer darauf, dass ich pro Monat mehr Arztkosten verursache, als ich Prämie bezahle, so hab ich wenigstens das Gefühl, noch ein Schnäppchen gemacht zu haben).</p>

<p>Die Haftpflichtversicherung darf natürlich nicht fehlen, klassischerweise sagt einem das jeder. Ich habe zwar noch nie die »teure, große Schaufensterscheibe« meines Freundes kaputt gemacht, aber zu einem kleinen, aber feinen Versicherungsbetrug (das war die teure Vase eines Kollegen; Ratschiing: 300.- Euro; Halbe-Halbe) reicht’s allemal. Dann wird’s aber schon wieder komplizierter.</p>
<p>Was nun? Fehlt was? Hab ich irgendwas übersehen? Also wird schnell ein Versicherungsberater nach Hause geholt, der – auf Provisionsbasis lebt und dir alles verkaufen will, da ich das aber im Vorhinein schon weiß, bin ich gut gewappnet – auch gleich seinen Laptop mitgebracht hat. (Der letzte lebende dieser Spezies, der mein Heim betreten hat, hatte den klassischen Mönchsring auf dem Kopf und die Wumme obenrum war bespickt mit einzelnen unter die Haut genähten, künstlichen Haaren. Das sah aus wie Zahnstocher auf All-Inclusive-Urlaub.) Der erzählt mir erstens, dass ich eine Hausratversicherung dringend benötige, inkl. Wasser-, Glas-, Sturm- und Feuerversicherung. Eine Rechtsschutz- ist auch vonnöten und natürlich und sowieso die Arbeitsunfähigkeitsversicherung, nachgelegt wird dann noch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Lebensversicherung mit Todesschutz sollte jetzt noch schnell abgeschlossen werden, dass die in Zukunft nach zwölf Jahren nicht mehr steuerfrei ist (»Bestandsschutz!!!« Er betont vor allem die drei Ausrufezeichen) und natürlich eine private Pflegeversicherung, da sonst die ganze eigene und angeheiratete Sippschaft dafür aufkommen muss, wenn ich im Pflegefall Dritter nicht mehr dafür aufkommen kann. Diese wird mir dann auch noch für meine und die Schwiegereltern verkauft, damit ich nicht zur Kasse gebeten werde.</p>
<p>Und wumms sitze ich da mit einer monatlichen Belastung von 470 Euro. Abgesichert bin ich jetzt bis unter die Zähne. Überversichert? Gottbewahre! Ich habe noch keine Unfall-, Auslandskranken-, keine Gepäck- und Diebstahl-, keine PKW- und Berufsrechtschutzversicherung inkl. PKW-Abdeckung.</p>
<p>Aber das ist ja alles kein Problem. Neues Jahr – neues Vertreter-Glück! Herzlich Willkommen in meiner Welt…</p>
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		<title>Freundschaft mit Schwarm</title>
		<link>http://www.monot.com/2007/01/13/freundschaft-mit-schwarm/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Jan 2007 12:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antoine Monot, Jr.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Freundschaft mit Schwarm</h1>
<p>Schau mich nicht so traurig an. Abwechselnd starren wir uns und die Decke an. Ich liebe dich. Warum, fragst du? Weil du es bist. Die Antwort reicht dir nicht? Kann man nicht für zwei Menschen etwas empfinden? Wahrscheinlich nicht. Haben wir eine Zukunft? Ich denke – ja.</p>

<p>Hat die andere auch eine? Was du denkst, weiß ich. Was denke ich? Schau mich einfach nicht so traurig an. Meine Traurigkeit ist sowieso größer. Was, ich bin doch der, der dich verlässt? Nein. Ich verlass dich nicht. Und zu dritt? Nein. Ich weiß. Ob ich es wollen würde? Mhmpf. Die Praxis würde uns einen Strich durch die alt bekannte Rechnung machen. Vor allem würde mein Herz es nicht mitmachen. Deswegen – nein. Warum weiß ich nicht, was ich will? Wo klemmt’s, wer bremst, wo drückt der Schuh? Schau mich bitte nicht so traurig an. Ich bin für uns. Und für das Zusammensein mit der anderen. Darf ich aufhören sie »andere« zu nennen? Das wird ihr nicht gerecht. Dir auch nicht, apropos. Freundschaft ist das, was mich mit ihr verbindet. Tiefe, neue, aufregende Freundschaft. Gibt es das überhaupt? Freundschaft mit Schwärmerei? Ich bin verwirrt. Kann es, darf es das geben? Wohin wird das führen? Muss ich mich jetzt wirklich entscheiden oder darf ich dich lieben und eine Freundschaft mit Schwarm pflegen? Wo die Grenzen sind, ist wohl ausschlaggebend. Gib mir Zeit. Zeit um alles zu ordnen. Meine Gedanken schlagen Purzelbäume. Und – bitte, schau mich verdammt noch mal nicht so traurig an. Weißt du, manchmal muss man den Kopf hoch halten, auch wenn der Hals darunter so unglaublich dreckig ist.</p>
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