Sie befinden sich in der Kategorie: Schauspiel auf der Seite: http://www.monot.com/2009/02/14/der-rote-teppich-der-berlinale-mit-costa-gavras-und-eden-is-west/ von http://www.monot.com
Kategorie: Schauspiel
Verfasst vor 3 Jahren von Antoine Monot, Jr.
Heute Abend war nicht nur die Closing Night der Berlinale 2009, nein, wir hatten mit unserem Film “Eden is West” auch Premiere im Berlinale Palast, da dieser Film als Abschlussfilm der Berlinale 2009 ausgewählt wurde. “Eden is West” ist der neue Film von Regisseur Alt- und Grossmeister Costa-Gavras. Schon die Dreharbeiten waren der Wahnsinn. 10 Tage Frankreich die sich aufteilten in Paris und Alpen. Mit Costa zu drehen gehört wohl zu den schönsten Erfahrungen meines Lebens.
Der Mann steht mit seinen 75 Jahren am Set, sei es in den Alpen bei meterhohem Schnee, in Paris im dichtesten Verkehr oder wo auch immer gedreht wurde, wie eine Eins. Er ist der Chef, was auch von jedem akzeptiert wird, und er weiss was er will. Er arbeitet mit Schauspielern auf eine leise, ruhige und doch so eindringliche Art und Weise, dass es geradezu ein Fest ist.
Wir wurden mit “Eden is West” dann als Abschlussfilm der Berlinale 2009 eingeladen und das war sozusagen die Krönung von allem! Nachdem wir uns im Hotel trafen ging es in Limousinen zum Roten Teppich, kurz gewartet da ein Politiker, Herr Wowereit, natürlich Vortritt hatte. Dann über den Teppich, der neben Cannes in Europa sicherlich die Filmwelt bedeutet. Im Saal kam dann der grosse Auftritt und im Scheinwerfer Kegel und unter Applaus nahmen wir unsere Sitzplätze ein. Das Ereigniss werde ich so schnell nicht mehr vergessen.
Den Film selber, indem neben Riccardo Scamarcio auch Juliane Köhler und Ulrich Tukur, sowie als mein Partner Florian Martens mitspielten, war ein wirkliches Geschenk. Ihr seht schon, noch begeisterter kann man kaum sein, ich hoffe, dass mir das die geneigte Leserin und der ebenso geneigte Leser verzeihen wird.
Verfasst: am Samstag den, 14. Februar 2009 um 23:00:42 Uhr
Autor: Antoine Monot, Jr.
Tags:
Film ,
Film Festival ,
Nach seinem Studium in Athen und Paris arbeitete er zunächst als Regieassistent. Ab 1965 war er selbst als Regisseur tätig. Seine Filme bilden meist eine Gesellschaft ab, die von politischen Missständen geprägt ist, gegen die Costa-Gavras Stellung bezieht. Von 1982 bis 1987 leitete Costa-Gavras die "Cinémathèque française".
Unter seiner Regie entstanden mehrere Klassiker des politisch engagierten Films (vgl. Politthriller), darunter "Z" (Oscar für den besten "ausländischen" Film 1969), der die Hintergründe der Errichtung der griechischen Militärdiktatur unter dem Obristenregime in den 1960er Jahren thematisiert; "Der unsichtbare Aufstand", der den Widerstand der Tupamaros gegen die von den USA unterstützte Militärdiktatur in Uruguay zum Thema hat; oder "Missing" (deutscher Titel: "Vermißt"), der vor dem Hintergrund des Militärputsches 1973 in Chile ebenfalls das US-amerikanische Engagement zugunsten eines postfaschistischen Regimes kritisch aufgreift.
In vielen seiner entsprechenden Filme vermeidet es Costa-Gavras, die Staaten, die den Hintergrund für seine Themen bilden, konkret zu benennen, um durch die Anonymisierung seine Sozial- und Gesellschaftskritik über das konkrete Beispiel hinausgehend allgemeingültiger zu behandeln. 2002 verfilmte er unter dem Titel Amen das Theaterstück Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth aus dem Jahr 1963, die auf Tatsachen basierende Geschichte des SS-Mannes Kurt Gerstein, der aus christlichem Hintergrund heraus versucht, die katholische Kirche gegen den Holocaust zu mobilisieren, nachdem er selbst durch seine wissenschaftliche Beteiligung bei der Giftgasentwicklung zum Mitwisser und unter Gewissensbelastungen zum Mitverantwortlichen am Holocaust geworden war. Der Film brachte Costa-Gavras 2003 gemeinsam mit Jean-Claude Grumberg den César für das Filmskript ein. Eine weitere César-Nominierung erhielt der Filmemacher zwei Jahre später für die Satire Die Axt, in der José Garcia als arbeitsloser Ingenieur zu sehen ist, der seinen Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt nach dem Leben trachtet.
Bei der Berlinale 2008 fungiert Costa-Gavras als Präsident der Internationalen Jury. 1990 war der Filmemacher für seinen Thriller Music Box – Die ganze Wahrheit bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet worden. Quelle: Wikipedia
Hier sind noch keine Kommentare vorhanden...
Antoine Monot, Jr. freut sich wenn Sie der erste sind der hier einen Kommentar verfasst... :-)
Bitte verfassen Sie einen Kommentar, vorausgesetzt Ihnen liegt etwas auf dem Herzen.